Medienmitteilungen

 
 
 

Kinder von Inhaftierten in der Schweiz: Für einen besseren Schutz ihrer Rechte

Übergabe Petition an die KKJPD am Donnerstag, 11. April

 

Wenn ein Vater oder eine Mutter ins Gefängnis muss, werden die Kinder mitbestraft. Ihr Alltag wird oft völlig auf den Kopf gestellt, psychische Probleme sind vorprogrammiert. Im Ruf nach grösstmöglicher Sicherheit gehen die Kinder häufig vergessen – auch in der Schweiz. In unserem Land existieren weder klare Richtlinien zur Umsetzung der Rechte dieser Kinder, noch eine einheitliche Praxis in den verschiedenen Kantonen.

 

In ihrer Menschenrechtstags-Petition fordert ACAT-Schweiz die KKJPD (Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und –direktoren) dazu auf, aktiv zu werden. Unter anderem sollen Daten erhoben werden, und die Empfehlung des Europarates zu Kindern inhaftierter Eltern soll umgesetzt werden.

 

Am Donnerstag, 11. April um 8.45 Uhr wird ACAT-Schweiz ihre Petition Herrn Urs Hofmann, Vizepräsidenten des KKJPD, überreichen. Ab 9 Uhr stehen wir gerne für eine Berichterstattung über das Anliegen und die Petitionsübergabe zur Verfügung.

 

Treffpunkt: Stade de Suisse, Wankdorf/Bern, «Café Eleven» (neben Eingang 71, Papiermühlestrasse 71, Bern)

 

Anwesend sein werden:

- Bettina Ryser, Generalsekretärin ACAT-Schweiz

- Hedy Brenner, Heilsarmee/Projekt Angehört

- Renate Grossenbacher, Heilsarmee/Projekt Angehört

 

Kontakt:

Bettina Ryser

b.ryser(a)acat.ch

031 312 20 44

076 304 20 44

 
 
 

 

 
 

2. April 2019

Nestlé, die Todesstrafe und Systemschwächen der US-Justiz

 

«None of our business»… oder doch? Corporate social responsability ist in aller Munde. Auch die Anti-Todesstrafe-Bewegung findet vermehrt Verbündete in der Privatwirtschaft. Und das nicht nur bei Firmen, bei denen ein «direkter» Zusammenhang zum Thema Todesstrafe besteht. ACAT-Schweiz hat nun im Rahmen ihrer Karfreitagskampage (als pdf im Anhang) eine Petition lanciert, die auch das einflussreiche Grossunternehmen Nestlé dazu auffordert, für die Abschaffung der Todesstrafe zu plädieren – speziell in Virginia, wo Nestlé ihren US-Hauptsitz hat.

Hintergründe und Petition…

 

Mehr zur Todesstrafe in den USA und zu den Systemschwächen bei der Prozessführung:

 

 

  • Ausserdem traf ACAT-Schweiz Elizabeth Vartkessian, eine junge Juristin aus Baltimore (USA), die über eine imposante Erfahrung in Todesstrafe-Prozessen verfügt. Sie erklärt, wie sie Geschworene dazu bringt, ihre Meinung zu ändern und keine Todesstrafe zu verhängen.
    Interview mit Elizabeth Vartkessian…

 

 

 


 

 
 

8. März 2019

ACAT-Schweiz fordert: Recht auf Gesundheit darf nicht vor Gefängnismauern Halt machen!

 

«Behandlungskosten im Gefängnis – Wer zahlt für kranke Häftlinge?» - unter diesem Titel hat Radio SRF heute bekannt gemacht, dass die KKJPD, die SODK und die SKOS fordern, Häftlinge sollten sich an den medizinischen Behandlungsosten beteiligen, wenn sie finanziell dazu in der Lage seien.

 

Fakt ist: In Schweizer Gefängnissen sitzen rund 2000 Menschen ein, die nicht krankenversichert sind. Werden sie krank, steigen die Behandlungskosten rasch ins Unermessliche. Und diese Menschen haben nur Anrecht auf medizinische Nothilfe. Die Finanzierung von weitergehender ärztlicher Versorgung ist in den drei interkantonalen Strafvollzugskonkordaten unterschiedlich geregelt und bedarf einer Kostengutsprache von Kanton oder Gemeinde, über welche nichtmedizinisches Personal entscheiden muss.

 

Diese Situation hat ACAT-Schweiz zum Menschenrechtstag 2016 in einer Kampagne thematisiert mit der Forderung an den Bundesrat, «… dafür zu sorgen, dass für Häftlinge ohne Krankenversicherung in Schweizer Gefängnissen eine einheitliche Regelung zur Finanzierung notwendiger medizinischer Versorgung geschaffen wird …».

 

ACAT-Schweiz begründet diese Forderung auch mit dem Äquivalenzprinzip, welches besagt, dass Gefangenen der Zugang zur Gesundheitsversorgung in gleicher Weise offenstehen sollte wie einer Person in Freiheit.

 

Zwei Jahre nach der Einreichung ihrer Petition an den Bundesrat bekräftigt ACAT-Schweiz, dass jetzt endlich gehandelt werden muss. Eine schweizweite Lösung zur Finanzierung notwendiger medizinsicher Versorgung von Häftlingen ist nötig – und sie ist möglich! So wie Asylsuchende während des ganzen Aufenthalts in der Schweiz gegen Krankheit und Unfall versichert sind, ist eine analoge Lösung auch für Häftlinge ohne festen Wohnsitz in der Schweiz machbar.

 

Eine Beteiligung der Häftlinge an den Gesundheitskosten (unabhängig davon, ob es sich um Selbstbehalte der Krankenversicherung oder um Vollkosten für die Behandlung eines nicht versicherten Häftlings handelt) darf zudem nicht dazu führen, dass schwerwiegende, teils gar ansteckende Krankheiten aus Kostengründen unbehandelt bleiben.

 

 


 

 
 

27. November 2018

«Kinder von Inhaftierten in der Schweiz»
Internationaler Menschenrechtstag 10. Dezember 2018: Kampagne und Petition

 

In der Schweiz leben gemäss Bundesamt für Justiz rund 9000 Kinder getrennt von ihren inhaftierten Vätern oder Müttern. Sie sind Mit-Opfer einer Straftat, mit der sie nichts zu tun haben. Das Leben dieser Kinder kann völlig aus den Fugen geraten; oft leiden sie unter Traumata, Ängsten und weiteren psychischen oder körperlichen Problemen. Mehr...

 
 

Medienkontakt:

Katleen De Beukeleer Kommunikation/Kampagnen ACAT-Schweiz

k.debeukeleer@acat.ch

031 312 20 44