Bild: ACAT-Schweiz / Pixabay

Medienmitteilung

 

12. November 2019

Menschenrechtstag 10.12.2019
«Eritrea: Land ohne Morgen» - Für eine menschliche Schweizer Politik gegenüber Asylsuchenden aus Eritrea

 

Die Menschenrechtslage in Eritrea ist katastrophal. Der letzte Bericht (Juli 2019) von Daniela Kravetz, UNO-Sonderberichterstatterin zur Menschenrechtslage in Eritrea, zeichnet ein erdrückendes Bild dieses Landes: willkürliche Festnahmen, Verschwindenlassen, unbegrenzte Haft, Todesfälle im Gefängnis, landläufiges Fehlen rechtlicher Garantien, Vorherrschaft des extrem strengen und repressiven Militärdienstes, kein verfassungsmässiger und rechtlicher Rahmen für die Förderung und den Schutz der Menschenrechte, der diesen Namen verdient, und zahlreiche weitere systematische Verstösse gegen die Menschenrechte. Der Friedensvertrag von 2018 zwischen Eritrea und dem Nachbarland Äthiopien liess viele Hoffnungen keimen. Doch im Juni 2019 stellte Kravetz fest: «Die Menschenrechtslage in Eritrea bleibt unverändert». Symptomatisch sind die Schliessung und Verstaatlichung katholischer Krankenhäuser und Schulen durch das eritreische Regime im Sommer dieses Jahres.

 

Ein Land bereitet der UNO-Sonderberichterstatterin wegen seiner restriktiven Asylpolitik neuerdings besonders Sorgen: die Schweiz. Zahlreiche eritreische Asylsuchende dürfen hierzulande nicht auf eine Zukunft hoffen. Die Schweiz schiebt überdurchschnittlich viele eritreische Staatsangehörige in die Nothilfe – oder in die Illegalität – ab.

 

ZumTag der Menschenrechte vom 10. Dezember 2019gibt ACAT-Schweiz einen Einblick in dieses «Land ohne Morgen» und fordert in einer Petition, dass die Schweizer Verelendungs-Strategie gegenüber eritreischen Asylsuchenden einer menschlichen Politik Platz macht. Diese Petition wird vom Eritreischen Medienbund Schweiz mitgetragen.

 

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