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Karfreitag 2019

 
 

Mehr Mensch, weniger Mensch. Die Todesstrafe in den USA und die Entwürdigung des Menschen

 

Die Realität in den Todestrakten der USA 2019: menschenunwürdige Lebensbedingungen. Isolationshaft. Menschen, die trotz psychischer Störungen auf ihre Hinrichtung warten. Justizirrtümer. Von den 8127 Menschen, die zwischen 1977 und 2018 ein Todesurteil erhielten, wurden 1492 Menschen hingerichtet; 164 Personen wurden entlastet und aus dem Todestrakt freigelassen. Auf neun Hinrichtungen kommt also eine Person, die entlastet wurde. Eine kolossale Fehlerquote für eine Strafe, die nach der Vollstreckung nie wieder gemindert, umgewandelt oder erlassen werden kann. Für eine Strafe, die nur schon durch ihre Existenz das fundamentalste Recht des Menschen – das Recht auf Leben – torpediert.

 

Die gute Nachricht: Washington schaffte die Todesstrafe letztes Jahr als zwanzigster Bundesstaat der USA ab. Die schlechte: in dreissig US-Staaten existiert sie weiterhin.

 
 
 

Elizabeth Vartkessian arbeitet im «Land der unbegrenzten Möglichkeiten» an einer Zukunft ohne Hinrichtungen. Die junge Frau verfügt über eine imposante Erfahrung in Todesstrafe-Prozessen. Im Interview mit ACAT-Schweiz zeigt sie auf, wie hinter jedem «Fall» eine Lebensgeschichte steckt, die es wert ist, erzählt zu werden.

 
 
 

Einflussreiche Wirtschaftsplayer können dabei helfen, die Anliegen der zahlreichen Todesstrafe-Gegner in den USA durchzusetzen. Die Würde des Menschen soll zu mehr als einem Marketingversprechen multinationaler Grossfirmen werden.

 

 
 
 
 
 
 
 

Rufen Sie mit Ihrer Unterschrift Nestlé dazu auf,
Position gegen die Todesstrafe zu beziehen.

 
 
 

Die menschliche Würde steht im Zentrum unserer theologischen Meditation.

 
 
 
 

Vertiefung des Themas im acatnews

Mehr Hintergründe zum US-Justizsystem finden Sie im acatnews vom April 2019, das sich dem Jury-Auswahlsystem in den USA widmet.

 

 
 
 

Muster-Kollektenansage

 

Die heutige Kollekte ist bestimmt für die Menschenrechtsorganisation
ACAT-Schweiz – die Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter und der Todesstrafe. Aus christlicher Überzeugung setzt sich ACAT dafür ein, dass jeder Mensch weltweit Schutz vor Folter und Todesstrafe erfährt. ACAT führt mehrere jährliche Kampagnen durch, um die Öffentlichkeit für die Problematik von Folter und Todesstrafe zu sensibilisieren. Mit Briefaktionen intervenieren ACAT-Mitglieder zu Gunsten von Personen, die gefoltert worden sind oder denen Folter oder die Todesstrafe drohen. Finanziert wird die Arbeit von ACAT-Schweiz durch Mitgliederbeiträge, Spenden und Kollekten.
 
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung – für die Menschenrechte!
 
Jeder Franken ist ein Beitrag «für eine Welt frei von Folter und Todesstrafe».